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  Leben im Frühmittelalter
  Der Kreis Heinsberg im Frühmittelalter
 
Aufgrund der Tatsache das wir 2 aus dem Kreis Heinsberg sind haben wir hier eine kurze Abhandlung über den Kreis Heinsberg.+

Die ersten Hinweise auf eine frühmittelalterliche Besiedlung im heutigen Kreis Heinsberg geben Bodenfunde die dem 6ten Jahrhundert zuzuordnen sind.Die frühsten Schriftlichen Zeugnisse mit Bezug auf heimische Orte sind Urkunden aus der Spät-karolingischen Zeit.Bis zum Anfang des 7ten/8ten Jahrhunderts war der Kreis eher spärlich besiedelt, rückte der hiesige Raum mit der Wahl von Aachen als Residenz Karl des Großens in unmittelbarer Nähe des Reichzentrums.
Der Reichszerfall unter den Nachfolgern Karls des Großen bewirkte im Innern eine Auflösung der Verwaltungsorganisation ( Gaue, Marken) und ließenb mit den Grafen und Herzögen die poltischen Teilgewalten erstarken, die ihre Ämter nun als erblich betrachteten und sich Königsgüter aneigneten .

Diese Entwicklung schwächte auch die Widerstandsfähigkeit gegen äußere Feinde wie die Wikinger die 881 an der nahen Maas ein fester Lager errichteten und von dort aus die weiteren Umgebung plünderten.Seit 843 gehörte der heimische Raum zum Mittelreich Lotharingen, das 925 endgültig an das deutsche Ostreich kam und als Herzogtum um 960 in Oberlohtringen und das nördliche Niederlohtringen zerfiel.In Zwentibold hatte Lothringen seit 895 einen Unterkönig, der sich jedoch gegen den mächtigen Adel nicht behaupten konnte.Um die Jahrtausendwende setze im heimischen Raum der Landausbau ein

.Die Bevölkerungszunahme zwang nun dazu, auch die feuchten Niederungen zu erschließen.Die frühen fränkischen Siedler hatten für ihre Einzelhöfe oder kleinen Gehöftgruppen noch die leichten Böden und die Nähe von Wasser gesucht.


(Zeichnung eines Rekonkonstruktionsversuches eines Merowingischen Kriegers im Raum Heinsberg)

Seit der Merowingerzeit enstanden auch größere Dorfsiedlungen und in der karolingischen Epoche verstärkte sich hier der Landausbau allgemein.Zu dieser Zeit wueder Staat zum Träger planmäßiger Rodungs-und Siedlungaktivitäten.Da sowohl auch die fränkische als auch die Frühmittelalterliche und Hochmittelalterliche Gesellschaft von Ackerbau und Viehzucht lebte , sind die Dörfer als primär bäuerliche Produktionsstätten anzusehen.Über ihre Hofanlagen ist für diesen Raum vom Frühmittelalter bis zum Spätmittelalter leider wenig bekannt.Wie in benachbarten Gebieten waren sie wohl Hallenhäuser /Langhäuser mit Nebengebäuden.

Dieser Typ hielt sich im Norden des Kreises bis in die jüngere Zeit,während später im größeren Teil des Kreises die mitteldeutsche Hofanlage /Hofgeviert /Vierkanthof dominierten.Die Dorfstrukturen haben sich über die Jahrhunderte verändert was auch für die Organisation der Flur als Produktionsstätte gilt.Parallel dazu verlief ein durch das Erbrecht bedinger Prozeß der Besitzzersplitterung, in dessen Verlauf sich ein heimisches Kleinbauerntum herausbildete.


Modell der Motte in Heinsberg.


Keramikfunde Heinsberg
(Kreismuseum Heinsberg)






Quelle : Kreismuseum Heinsberg

Zeichnung  : Kreismuseum Heinsberg
 
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