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  Leben im Frühmittelalter
  Birka
 
Die Wikingersiedlung Birka gelegen auf der Insel Björko im Mälarsee war bis Anfang der 90ger Jahre im 20ten Jahrhundert nicht großartig bekannt.Neue Ausgrabungen und Untersuchungen im Jahre 1990 im Gebiet der sogenannten *Schwarzen Erde* begannen.



(Foto Wikipedia )

Dieses Gebiet wird aufgrund der 
Erdschichten , die durch den Gehalt an organischen  Überresten durch Menschliche Nutzung in 200 Jahren geschwärzt waren so genannt. Zwar wurde hier im frühen 19ten Jahrhundert schon Ausgrabungen durchgeführt , aber im Gegensatz zum damaligen Grabungsgebiet , boten die Friedhöfe die im Osten der Stadt lagen (Hemlanden ) und im Süden , ein viel größeres
Spektrum an Funden. Über ein Drittel der circa 3000 Gräber die man in Birka fand wurden in dieser Zeit ausgewertet.
Die dort gefunden Grabbeigaben wurden zu einer solchg großen Informationsquelle für die Archäologen.
Dank den Funden konnte man eine Chronologie der Wikingerzeit zu erstellen , die Herkunftsländer der Fundstücke zu bestimmen
, mit denen Birka damals im Handel stand. Und die Kleidung zu rekonstruieren die vor über 1000 Jahren getrragen wurde.
Die Siedlung bzw. die Stadt Birka war in Parzellen unterteilt.


( Foto Wikipedia )

Diese Parzellen waren durch große Wege die von Gräberfeldern flankiert wurden , verbunden. Pro Parzelle standen 1 großes oder 2 kleinere Häuser und Lagerhäuser und Grubenhäuser.
Die Häuser wurden aus einem Balkengerüst aus Eiche gebaut. Die Wände bestanden aus Lehmverkleidetem Flechtwerk.
Meistens waren die Dächer aus Stroh oder Holz , doch manchmal verwendete man auch Grassoden als Deckmaterial für das Dach.

 


Das Innere in einem Grubenhaus ( Freilichtmuseum Oerlinghausen )     Seitenansicht Grubenhaus



             Langhaus Frontansicht                                                         Langhaus Innenansicht


Aufgrund der gefunden Gegenstände auf den Parzellen kann man davon ausgehen , das viele Bewohner Handwerker waren.
Unter anderem Schmiede , Bronzegiesser , Silberschmiede , Goldschmiede. Zudem waren Pelzer und Grauwerker und Glasgiesser vor Ort. Viele der Anwohner müssen zudem auch Händler gewesen sein , diese Theorie basiert auf den immensen Funden von Arabischen Münzen und Silberbarren und Hacksilberstücken und Münzfunden aus ganz Europa.


(Foto Wikipedia)

Die Grabbeigaben und Fundstücke wiesen eine große Zahl Amulette , Kleidungszubehör , Seide aus den östlichen Gebieten auf.
Unter den Fundstücken findet man Byzantinische , Slawische und Russische Stücke. In Birka wurden Daunen , Pelze , Silber und Bronzeschmuck gehandelt. Diese Waren fanden unter den Arabern viele Käufer , aber auch in der Adelsschicht Westeuropas.
Diese wurden über die Route Birka - Haitabu - nach Europa verschifft.Man vermutet einen regen Handel zwischen den 2 Zentren
Birka Haitabu .Wie in Haitabu wurden viele der Waren im Hinterland gegen Lebensmittel getauscht.Das lag daran das die Insel aufgrund der Größe  nicht die erforderlichen Erträge an Lebensmittel erbringen konnte. Besonders wichtige Produkte wie
Weizenmehl, Honig und diverse Obstsorten wurden von weiter her importiert.


Rekonstruktion der Häuser in Birka
(Foto Wikipedia)

Birka wurde in der Mitte des 8ten Jahrhundert gegründet und stieg dann zu einem blühenden Handeslzentrum des Frühmittelalters auf. Birka hielt diese Stellung für circa 200 Jahre. Als Birka gegründet wurde war der Wasserspiegel hoch , aber durch die
Folgen der Eiszeit ergab sich eine Landerhebung die gegen Ende des 10ten Jahrhunderts Birka für Schiffe schwer zugänglich machte.
Daher musste ein anderer Weg zu Birka gefunden werden. Doch dieser neue Seeweg führte sie nicht mehr direkt zur Insel, sonderen  nördlich davon direkt zu der Mündung des Flusses Frysa , wo die neugegründete Stadt Sigtuna lag. Durch diese Stadtgründung und durch den Verlust des direkten Seeweges verlor Birka seine wirtschaftliche Bedeutung und wurde nach und nach aufgegeben.







Quelle : The Vikings
Birka die Gräber
Tracht und Schmuck in Birka
Ringväv fran Birkas garnison

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